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„Gequatsche hat Folgen für die Jahresbilanz“

von Jens Peter Paul | 11. April 2013

Franziska Augstein empört über Vorgänge beim „Spiegel“ 

  Berlin/Hamburg/München, 11. April 2013 – Erstmals seit dem Eklat vom Wochenende im Hamburger „Spiegel“-Verlag hat sich eines der Kinder von Spiegel-Gründer Rudolf Augstein zu Wort gemeldet: Franziska Augstein, wie ihr Halbbruder Jakob mit einem kleinen Geschäftsanteil Mitinhaberin des Hauses. Die 49 Jahre alte Journalistin zeigte sich gegenüber Statement TV empört über die jüngsten Vorgänge. Sie seien rufschädigend und geschäftsschädigend zugleich. Wörtlich sagte die 49jährige:

  „Wer da Spiegel-Interna nicht für sich behalten konnte, scheint übersehen zu haben, dass er oder sie damit nicht bloß einen lächerlichen Medienwirbel auslöst und dem guten Ruf des Hauses schadet, sondern auch sich selbst keinen Gefallen tut: Dergleichen Gequatsche macht die Jahresbilanz nicht besser.“

  Hintergrund dieser Kritik ist, daß sich illoyale und geschwätzige „Spiegel“-Leute auch finanziell ins eigene Fleisch schneiden, wenn auf Grund einer neuerlichen Führungskrise später die Gewinnausschüttung an die Redakteure gesenkt und weitere als die ohnehin bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen notwendig werden.

  Die Frage, ob die fristlose Kündigung der beiden Chefredakteure Mascolo und von Blumencron erfolgte mit oder gegen das Votum der in einer Erbengemeinschaft versammelten Nachkommen Rudolf Augsteins, liess Franziska Augstein gegenüber Statement TV offen. Da die Kinder des Gründers gemäß Testament nicht mehr über eine Sperrminorität verfügen, können sie in der Gesellschafterversammlung überstimmt oder sogar übergangen – also gar nicht erst gefragt – werden, wie es in der Vergangenheit schon geschehen ist.

  Wie weiterhin zuverlässig zu erfahren war, ist eine schnelle Lösung der Führungskrise beim „Spiegel“ nicht zu erwarten. Gerüchte und Darstellungen, möglicherweise werde etwa dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner bereits an diesem Freitag als neuer „Spiegel“-Chef ausgerufen werden, seien unzutreffend, erfuhr Statement TV von kompetenter Seite. Wie es hieß, habe zu seriösen Verhandlungen mit potentiellen Kandidaten nach dem Blitz-Rauswurf der beiden Vorgänger noch keine Gelegenheit bestanden.

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