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Althaus: Nichts dazugelernt und abgewählt

von Jens Peter Paul | 31. August 2009

Meine Wertschätzung für die F. A. Z. liegt unter anderem an ihrer unnachahmlichen Kunst, einen Politiker durch eine schlichte Beobachtung zu vernichten. Im Falle des Thüringischen Ministerpräsidenten geschah dies am vergangenen Dienstag in einer Seite-3-Geschichte von Claus Peter Müller – quasi im Vorübergehen:  

„In den Wahlkreisen erzählen die Abgeordneten über Althaus, dass ihn auf der Kirmes die gewagtesten Attraktionen anziehen. Althaus sucht den ‚Kick‘, und immer mehr – auch in seiner Partei – sprechen dies aus. Als er sich jetzt im Wahlkampf in einer Zeitung auf seinem Mountainbike abbilden ließ, wie er mit hohem Tempo den Hang hinabraste, dass es nur so staubte, war vielen unwohl.“

Man las es und wußte: Die Karriere dieses Politikers geht am kommenden Sonntag zu Ende. Nicht aus politischen Gründen, sondern aus persönlichen. Althaus hat selbst durch den Tod einer Frau nichts dazugelernt. Charakterlich ungeeignet.

 

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