« | Home | »

Elektroautos: Ein Fall für Sounddesigner

von Jens Peter Paul | 21. Juli 2009

Die Einführung einer neuen, deutlich leiseren Serie von Straßenbahnen in Kombination mit der Angewohnheit, sich mit Kopfhörer von der Umwelt akustisch abzuschirmen, hat die Zahl der schweren, oft tödlichen Tramunfälle in Berlin in den vergangenen zwei Jahren speziell unter jungen Leuten steigen lassen. Ähnliches könnte uns blühen mit der Verbreitung von Elektroautos.

Also sind nun Sound-Designer gefragt: Welcher künstliche Klang ist geeignet, arglose Passanten und Radfahrer zu warnen, ohne den grandiosen Vorteil der Geräuscharmut gänzlich zu verspielen? Das ganze sollte bereits seitens der Hersteller möglichst manipulationssicher geschehen, sonst düsen in zehn Jahren die E-Mobil-Eigner mit einer Individualspeziallärmerzeugersoftware herum, die uns am Ende noch den guten alten Viertaktkrach ob seiner (vergleichsweise vorhandenen) Einheitlichkeit vermissen lässt.       

Topics: Kultur | Keine Kommentare »

Einen Kommentar schreiben

du musst angemeldet sein, um kommentieren zu können.