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Carstensen, die Fehlbesetzung

von Jens Peter Paul | 20. Juli 2009

Carstensen hat die vier SPD-Minister samt Staatssekretären aus seiner Landesregierung geworfen. Deren Arbeit soll auf die verbliebenen Unionsleute verteilt werden, deren Aufgabenbereich damit auf das Doppelte wächst.

Unterstellt, es werde in Schleswig-Holstein am 27. September ein neuer Landtag gewählt, dürfte die neue Regierung frühestens Ende Oktober arbeitsfähig sein. Mehr als ein Vierteljahr soll also ab sofort ein amputiertes Kabinett, das schon in voller Besetzung nicht gerade als glanzvoll und kompetent, sondern gerne als überfordert galt, ein Land regieren, das sich in einer existentiellen Krise befindet und längst wg. Bankrotts dank HSH-Nordbank ein Fall für einen vom Bund einzusetzenden Staatskommissar ist.

Erst das Land, dann die Partei, dann die eigene Person? Für Carstensen gilt das nicht im Mindesten. Andernfalls hätte er wenigstens die Amtschefs, also die Manager der Ministerien, weiterarbeiten lassen. Sein Vorgehen ist verantwortungslos und verwerflich. Der Mann war vom ersten Tag an eine Fehlbesetzung; jetzt, in der Krise, wird es unübersehbar.

Daran ändert auch nichts die Tatsache, daß sein Widerpart Stegner seit Jahr und Tag auch nicht viel überzeugender agiert (warum erkenne ich in diesem Mann eigentlich wieder und wieder die Umrisse des U-Boots, das Heide Simonis abschoß?).          

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