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Mein Gott, Steinbrück

von Jens Peter Paul | 10. Juli 2009

Vier Wochen danach fällt dem Bundesfinanzminister (im ARD-Morgenmagazin bei Werner Sonne, der leider nicht nachhakte) auf, daß die „Rentengarantie“ (eigentlich ein Die-deutschen-Renten-werden-nie-nie-sinken-und-wenn-die-Welt-untergeht-Versprechen) von Scholz und Merkel „grenzwertig“ sei und, ja, eigentlich ein bißchen ungerecht.

Guten Morgen, Herr Steinbrück! Wo waren Sie, als die entsprechenden Entscheidungen in Partei, Kabinett und Fraktion fielen? Es wäre Ihr ureigener Job gewesen, diesen Mega-Irrtum im Ansatz zu stoppen. 

Seine im Grundgesetz verankerte Stellung hätte ihm das Recht und die Instrumente gegeben, dieses zu tun. Doch er wollte keinen Ärger mit Steinmeier und Müntefering und er wollte nicht als Rentnerschreck dastehen. Jetzt nachträglich Zweifel zu Protokoll zu geben, ist opportunistisch. 

Diesen Mann verstehe, wer will. Und wer fragt, warum die große Mehrheit der Wählerinnen und Wähler dieser Partei im Moment so ratlos gegenübersteht, findet auch in diesem Vorgang eine Antwort. 

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