« | Home | »

Vom Wähler bestrafte Destruktion

von Jens Peter Paul | 7. Juni 2009

Die destruktive, das Ziel der Nachhaltigkeit in jeder Hinsicht verletzende und allein auf Schwächung des Koalitionspartners gerichtete Politik der SPD, kombiniert mit einer haarsträubend dämlichen Plakatkampagne, hat sich für Müntefering und Steinmeier nicht ausgezahlt. 

Ihre Vermutung, die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise spiele ihnen geradezu automatisch in die Hände, während Union und FDP der großen Orientierungslosigkeit in einer Änderung des Zeitgeistes anheimfielen, was der Wähler natürlich bestrafen werde, hat sich als großer Irrtum herausgestellt.

Steinmeiers billiger Trick (von Steinbrück in jeder Hinsicht unterstützt, womit er sein Amt als Finanzminister und seinen Eid verrät), der Kanzlerin auf Kosten Dritter stets hundert Meter bei der Rettung gescheiterter Branchen und Unternehmen und der derzeit absolut überflüssigen Förderung keineswegs notleidender Rentner voraus zu sein, um Merkel so in Not und Zugzwang zu bringen, wurde von der Bevölkerung durchschaut und durchkreuzt. Derart krasse Publikumsverarschung funktioniert eben doch nicht, und das ist auch gut so.

Die Sozialdemokraten, aber auch die Grünen sollten sich sehr genau überlegen, ob sie ihren jeweiligen Kurs bis zur Bundestagswahl nicht dramatisch korrigieren müssen. Macht sie so bis Ende September weiter, kann die SPD nicht einmal auf eine Fortsetzung der Großen Koalition hoffen, geschweige auf eine Ampel. 

Topics: Kultur und Politik | Keine Kommentare »

Einen Kommentar schreiben

du musst angemeldet sein, um kommentieren zu können.