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„Unruhen“: Offizielle Gelassenheit nur gespielt

von Jens Peter Paul | 24. April 2009

Nein, taktisch geschickt war die Unwetter-Warnung von Gesine Schwan nicht. Behält sie Recht, war sie mit schuld, bleibt es ruhig, hat sie dummes Zeug erzählt.

Allerdings sind die hypernervösen Reaktionen aus Union und auch SPD aufschlußreich, beweisen sie doch, daß die Sorge, ja Angst vor unfreundlichen Reaktionen der Bevölkerung in den Koalitionsparteien höchst virulent ist und jede Gelassenheit nur gespielt. Hat da der/die eine oder andere vielleicht schon ein schlechtes Gewissen?

Speziell Finanzminister Steinbrück, aber auch Merkel oder zu Guttenberg sollten sich auf jeden Fall in Acht nehmen. Ihre gemeinsam (schon gemerkt, wie geschickt die Kanzlerin Steinbrück/SPD und zu Guttenberg/CSU gerade bei diesem Thema vorschickt und selbst harmlos pfeifend auf ihre Fingernägel schaut?) ausgeheckten und zu verantwortenden Bad-Bank-Pläne könnten die Menschen ganz schnell in den falschen Hals bekommen. Wenn sich erst einmal der Eindruck breit macht – entsprechende Stimmen gibt es längst – , überflüssige Banken und überforderte Banker würden mit unbegreiflichen Summen an Steuergeld herausgehauen, während der kleine Mann den Gerichtsvollzieher kennenlernt, gibt es pünktlich zum Herbst richtig Krach, und zwar zu Recht.

Wenn Steinbrück schlau ist, überlegt er sich langsam mal, welche Institute er bewußt und mit Karacho über die Wupper gehen läßt – entgegen dem Rat seiner Beamten und ungeachtet aller Proteste der betroffenen Ministerpräsidenten.  

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