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„Wiederaufbau gesprengter Statuen möglich“

von Jens Peter Paul | 9. April 2009

Im Berliner Martin-Gropius-Bau öffnet an Gründonnerstag die Ausstellung „Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans“ (bis 10. August 2009). Einer der Kuratoren ist der Aachener Professor für Stadtbaugeschichte Michael Jansen.

Nach sechsjähriger, mühsamer Forschungsarbeit in Afghanistan sagte Jansen in der Eröffnungspressekonferenz, eine Rekonstruktion der 2001 von den Taliban gesprengten Buddha-Statuen im Bamiyan-Tal, einst die größten der Welt und Weltkulturerbe, sei – das könne er heute erklären – technisch möglich, ethisch allerdings noch umstritten.

Voraussetzung sei aus seiner Sicht eine entsprechende Entscheidung der demnächst neu zu wählenden afghanischen Regierung. Die Bevölkerung der Region wünsche eine Wiederherstellung, so Professor Jansen.

Die steinerne, allerdings sehr weiche Substanz, das hätten seine wissenschaftlichen Untersuchungen im Auftrag der UNESCO gezeigt, sei rein von der Menge her weitgehend noch vorhanden; insofern könnte ein Wiederaufbau auf authentisches Material zurückgreifen, wäre allerdings schon angesichts der Dimensionen (bis 54 Meter Höhe) anspruchsvoll und nicht ungefährlich, sagte Professor Jansen in einem Interview mit Statement TV, das vollständig auf www.youtube.com/statementtvberlin zu sehen ist.

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Quelle: Jens Peter Paul in www.statement.de (c) 2009

 

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