Monatsarchiv für April 2009

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Amfloration der Verbraucherministerin?

Montag, den 27. April 2009

Horst Seehofer hat eine wunderbare Gelegenheit, zu beweisen, daß er mit dem Amt des bayerischen Ministerpräsidenten überfordert ist: Er braucht nur Ilse Aigner jetzt öffentlich für ihre Entscheidung zugunsten der Gen-Kartoffel „Amflora“ zu maßregeln. Sollte dies geschehen, wäre die Kanzlerin ohne jedes Wenn und Aber gefordert, Seehofer in die Schranken zu weisen. Nicht aus inhaltlichen Gründen, […]

Funktionärssprache II

Montag, den 27. April 2009

„Kein Grund zur Panik“, hören und lesen wir heute allenthalben mit Blick auf die Schweinegrippe von Verantwortlichen und Zuständigen aller Art. Gut zu wissen. Nur: Panik braucht keinen Grund, jedenfalls keinen vernunftbasierten. Unter welchen Umständen eine Panik ausbricht oder eben nicht, ist Gegenstand vieler wissenschaftlicher Analysen und Rekonstruktionen. Scheinbare oder tatsächliche Ausweglosigkeit scheint ein wichtiger Parameter […]

„Unruhen“: Offizielle Gelassenheit nur gespielt

Freitag, den 24. April 2009

Nein, taktisch geschickt war die Unwetter-Warnung von Gesine Schwan nicht. Behält sie Recht, war sie mit schuld, bleibt es ruhig, hat sie dummes Zeug erzählt. Allerdings sind die hypernervösen Reaktionen aus Union und auch SPD aufschlußreich, beweisen sie doch, daß die Sorge, ja Angst vor unfreundlichen Reaktionen der Bevölkerung in den Koalitionsparteien höchst virulent ist und jede Gelassenheit […]

Funktionärssprache

Donnerstag, den 23. April 2009

Vor „sozialen Unruhen“ als Folge der Krise warnt der DGB-Vorsitzende. Die Erfahrung besagt jedoch, daß Unruhen meist sehr unsozial sind. Sie treffen die kleinen Leute viel härter als die wohlhabenden (angefangen bei brennenden Kleinwagen – die besseren Autos stehen ungefährdet in der Garage oder gleich in einem ganz anderen Stadtviertel).  In aller Regel handelt es sich also um unsoziale Unruhen. […]

Wessen Interessen verfolgt der Finanzminister?

Dienstag, den 21. April 2009

Bad Bank? Nicht mit mir. Kann ich der Bevölkerung nicht vermitteln. Sagte Steinbrück noch vor wenigen Wochen. Inzwischen reicht ihm nicht mehr eine, nein: Steinbrück will viele Bad Banks. Und wer mit seinen Meinungswechseln nicht mitkommt, ist selbst schuld. Kostenpunkt für den Staat? Vielleicht gar nichts, vielleicht 158 Milliarden, vielleicht aber auch 853 Milliarden. Acht Fünf Drei Null […]

Zum Egoismusbegriff

Montag, den 20. April 2009

In ihrem Auftritt vor der Bundespressekonferenz am 17. April erläuterte Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan, warum und inwiefern sie die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise im Kern für eine kulturelle Krise halte, die nicht nur, aber speziell im Bildungswesen nach einer grundsätzlichen Neuorientierung verlange. Dem ist zuzustimmen (vergleiche Stateblog vom 23. September 2008). Die Darlegungen der Politikwissenschaftlerin erinnerten mich an ein Referat, […]

„Wiederaufbau gesprengter Statuen möglich“

Donnerstag, den 9. April 2009

Im Berliner Martin-Gropius-Bau öffnet an Gründonnerstag die Ausstellung „Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans“ (bis 10. August 2009). Einer der Kuratoren ist der Aachener Professor für Stadtbaugeschichte Michael Jansen. Nach sechsjähriger, mühsamer Forschungsarbeit in Afghanistan sagte Jansen in der Eröffnungspressekonferenz, eine Rekonstruktion der 2001 von den Taliban gesprengten Buddha-Statuen im Bamiyan-Tal, einst die größten der Welt und […]

Stuttgart und sein Superpimpf

Sonntag, den 5. April 2009

Günther Oettinger mag nicht als MPimpf gelten und läßt deshalb die von ihm herausgegebene Liedersammlung „Lied.Gut“ einstampfen. Oppositionellen Feingeistern und Sensibelchen war aufgefallen, daß das mit viel Liebe und Siegeszuversicht gestaltete Büchlein ein schönes zackiges NS-Kameradenlied enthält („So stoßen wir tief in die feindlichen Reih’n“). Daß Oettinger ursprünglich nur mit Mühe davon abgehalten werden konnte, die Restauflage (drei Exemplare hatte […]

Von der Zeitungskrise zum Krieg aus Versehen

Freitag, den 3. April 2009

Ohne Internetausgabe mußten sie sich als Schlafmützen bezeichnen lassen, die das neue Zeitalter nicht verstanden hätten. Mit Internetausgabe erwartet man nun von ihnen, daß sie ihre mühsam und teuer recherchierten und erarbeiteten Produkte verschenken: Zeitungs- und Zeitschriftenverlage. Und sie machen es. Zähneknirschend. Weil es, wie sie sich haben einreden lassen, leider keine Alternative gebe. Bislang sind Versuche […]

Wait and see

Donnerstag, den 2. April 2009

Die SPD fühlt sich in diesen Wochen der Union überlegen, weil sie vermutet, die Krise begünstige ihre grundsätzliche Programmatik und bedränge eine staatsfernere, konservative. Sie treibt die CDU (weniger die CSU, Seehofer ist da zu flexibel) genüsslich in die Enge wie etwa in der Frage einer Verstaatlichung der Hypo Real Estate. Die Vermutung, ihr Helfer-Syndrom – endgültig ausgebrochen nun beim Thema Opel – […]

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